zum Tor

Uno sfumato del profumo dell' anima

Rotumschwärmt erstrahlt ein Gott im Himmelbett.
Seidenschleier schlüpfen durch Platanenkronen
Und verwischen weich Konturen. Anemonen
Leuchten trunken rund um weißes Steinparkett.

Amselflöten tönt vom Marmorhaupt der Flora
Klangerfüllt von alten Mythen – Zephyr schweigt.
Im Rondeau davor Begehrte Anmut zeigt.
Ruhe quillt, verströmt aus Dysis‘ elfter Hora.

Colorieren und Melieren. Oleander
Harrt noch wie Hibiskus Amors Pfeil. Im Teich
Malt Adonis Nass in Nass die Spiegelbilder

Aphrodites Tempel rotverklärt und milder.
Ysop würzt die Luft. Es stillt. An Ahnung reich
Ranken zarte Myrtenzweige ineinander…

© Friedrich